Ausgangssituation
Korruption höhlt die Demokratie aus, beeinträchtigt das Funktionieren der Justiz, bremst das Wirtschaftswachstum und stellt somit ein Hindernis für die soziale Entwicklung und den Umweltschutz dar. Sie untergräbt das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen und behindert die Erbringung wesentlicher Dienstleistungen, was zu einer weiteren Verschlechterung der Lage von Menschen in prekären Situationen, besonders von Frauen, führt.
In Lateinamerika und der Karibik hat insbesondere die COVID-19-Pandemie das Korruptionsrisiko erhöht. Aufgrund der dringenden Notwendigkeit, die Krise im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu bewältigen, mussten die Regierungen zügig handeln, was wiederum korrupten Praktiken Vorschub geleistet hat.
Eine entscheidende Möglichkeit, diesen Praktiken Einhalt zu gebieten, ist die Förderung der Transparenz in der öffentlichen Verwaltung durch die obersten Rechnungskontrollbehörden. Sie machen Risiken sichtbar und setzen bessere interne Kontrollen zur Korruptionsprävention durch.
Darüber hinaus konzentriert sich ihre Tätigkeit nicht allein auf die Korruptionsbekämpfung, sondern bezieht auch Gleichberechtigung, Menschenrechte und Digitalisierung ein. Diese Elemente tragen weiter dazu bei, innovative Methoden zur Verbesserung der Kontrollmechanismen zu entwickeln und Korruption einzudämmen.