Ausgangssituation
Um den Tschadsee in Zentral- und Westafrika ist die Wanderweidewirtschaft – bei der Hirt*innen mit ihren Viehherden saisonal die Weidegebiete wechseln – die wichtigste Form der Tierproduktion. Sie leistet damit einen zentralen Beitrag zur Wirtschaft und Ernährungssicherheit der Region.
Über Jahrhunderte hinweg stand die Wanderweidewirtschaft im Einklang mit sesshaften Landwirt*innen und einer geringen Bevölkerungsdichte. Die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, die Ausweitung landwirtschaftlicher Flächen, der Anstieg des Viehbestands sowie das Bevölkerungswachstum führen jedoch seit Jahren dazu, dass Weideflächen und der Zugang zu natürlichen Ressourcen wie Wasser abnehmen. Konflikte nehmen daher zu und bedrohen die Lebensgrundlagen der Hirt*innen, kulturelle Praktiken und Schutzgebiete.
Ziel
Regierungsinstrumente für eine friedliche und inklusive grenzüberschreitende Wanderweidewirtschaft sind weiterentwickelt. Zudem sind Ansätze, die Krisen in der grenzüberschreitenden Wanderweidewirtschaft vorbeugen sollen, in den Regionen verbessert und verbreitet.