Ausgangssituation
Vor allem Rinder, Dromedare, Schafe und Ziegen stehen auf den Weideflächen im Niger. Mit 51 Millionen Tieren gehört das Land zu den größten Tierproduzenten Afrikas.
Ein Großteil der Tiere wird exportiert. Den Bedarf der nigrischen Bevölkerung an Milchprodukten decken hingegen mehrheitlich Importe. Dies liegt vor allem an der fehlenden Zusammenarbeit zwischen Produzent*innen, Molkereien und Verbraucherorganisationen. Vierhalter*innen verfüttern dadurch überschüssige Milch vielerorts an Kälber oder werfen sie weg.
Auch die Fleischverarbeitung und -vermarktung ist schlecht strukturiert. Schlachtbetriebe halten internationale Hygiene-, Umwelt- und Tierwohlstandards selten ein.