Ausgangssituation
Nachdem zuvor eine positive Entwicklung zu verzeichnen war, hat die Entwaldung in Brasilien zuletzt wieder zugenommen. Besonders wurde zwischen August 2022 und Juli 2023 im Amazonasgebiet eine Fläche von 9.064 Quadratkilometern gerodet, während im Cerrado 11.011 Quadratkilometer Wald verloren gingen. Um dem zu begegnen, verpflichtet das brasilianische Forstgesetzbuch aus dem Jahr 2012 Landeigentümer*innen, einheimische Pflanzen zu schützen und ihren gesamten ländlichen Grundbesitz im ländlichen Umweltregister (Cadastro Ambiental Rural – CAR) zu erfassen. Bislang wurden mehr als 7,2 Millionen Grundbesitzungen mit einer Gesamtfläche von 671 Millionen Hektar eingetragen. Ungeachtet dieser Bemühungen ist es weiterhin eine große Herausforderung sicherzustellen, dass alle sich an diese Vorschriften halten. Dies gilt besonders mit Blick auf staatliche Umweltschutzprogramme, wie beispielsweise die Umweltregulierungsprogramme (Programas de Regularização Ambiental – PRA).