Unser Ansatz
Sport wurde international von der UN „als Mittel zur Förderung der Bildung, der Gesundheit, der Entwicklung des Friedens" anerkannt. Auch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit nutzt „Sport für Entwicklung". Denn durch Sport leben Kinder und Jugendliche nicht nur gesünder. Sie lernen auch Verantwortung zu übernehmen, sich fair zu verhalten und Konflikte friedlich zu lösen. Das sind Schlüsselqualifikationen, die ihnen später zum Beispiel
den Einstieg in die Berufswelt erleichtern. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit bildet hierfür Trainer/innen aus. Diese sind Vorbilder, Vertrauenspersonen und vermitteln den Kindern und Jugendlichen ein stärkeres Selbstwertgefühl und helfen ihnen, Zukunftsperspektiven zu entwickeln. Als Teil des Trainings sprechen sie Gesundheitsthemen wie HIV-Prävention oder Alkoholmissbrauch an. Sport bewegt also nicht nur, er bildet auch.
Zusammen mit lokalen und internationalen Partnern aus Politik, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft entwickelt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit nachhaltige Sportangebote, die auch zur Stärkung der Zivilgesellschaft oder Demokratieförderung beitragen. So setzt Sport als innovatives Instrument Impulse für Veränderungen und nachhaltige Entwicklung – sowohl für jedes einzelne Kind, als auch für eine ganze Gesellschaft.
Das Vorhaben
Mit der Beauftragung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) begann das Vorhaben „Sport für
Entwicklung in Afrika" (S4DA) 2014 damit, Sport als ein Mittel zur Erreichung von Entwicklungszielen in ausgewählten afrikanischen Ländern zu etablieren. S4DA leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der von Bundesminister Dr. Gerd Müller ins Leben gerufenen Initiative „Mehr Platz für Sport – 1.000 Chancen für Afrika".
Schwerpunkte der Maßnahmen
In Zusammenarbeit mit den Partnern werden folgende Maßnahmen umgesetzt, um über den Sport entwicklungspolitische Ziele zu erreichen.
*An ausgewählten Orten wie kommunalen Einrichtungen, Jugendzentren, Berufsschulen, Bildungseinrichtungen, in Flüchtlingscamps und flüchtlingsaufnehmenden Gemeinden sowie in ländlichen Regionen werden einfache Sportplätze rehabilitiert beziehungsweise neu gebaut. So entstehen sichere Orte der Begegnung und Plätze, an denen Trainer/innen Sportaktivitäten im Sinne des Ansatzes „Sport für Entwicklung" (SfE) anbieten können.
*S4DA stärkt die Kompetenzen der lokalen Partner, so dass sie die Sportplätze nachhaltig betreiben und nutzen können – sowohl im Sinne der technischen Instandhaltung als auch im Sportplätze nachhaltig betreiben und nutzen können – sowohl im Sinne der technischen Instandhaltung als auch im Hinblick auf die angebotenen Aktivitäten. Denn es gilt: „Kein Platz ohne Konzept!". Über entsprechende Fortbildungsmaßnahmen werden die dafür notwendigen Managementfähigkeiten der Verantwortlichen vor Ort gestärkt.
*Durch S4DA und die Partner ausgebildete Trainer/innen bieten auf den Sportplätzen Sportaktivitäten an, die auf die Förderung von sozialen Kompetenzen abzielen. So eignen Kinder und Jugendliche sich spielerisch Schlüsselkompetenzen an, die u. a. für den Arbeitsmarkt qualifizieren, zur friedlichen Konfliktbearbeitung dienen oder eine positive Persönlichkeitsentwicklung fördern. Grundlage für die Fortbildung der Trainer/innen und die Sportangebote bilden gemeinsam mit lokalen Partnern entwickelte Methoden. Die zu Trainer/innen ausgebildeten jungen Erwachsenen sind Vorbilder für Kinder und Jugendliche aber auch in den Gemeinden. Sie geben ihre Kenntnisse weiter und engagieren sich als Multiplikatoren.
Nachhaltige Verankerung des „Sport für Entwicklung"-Ansatzes
Um eine systematische nachhaltige Verankerung in den afrikanischen Ländern zu erreichen, setzt S4DA auf eine breite Beteiligung zentraler Akteure. Hierzu zählen beispielsweise relevante politische Träger (wie Bildungs- und Sportministerien) und lokale Experten-Gruppen. Die gezielte Einbindung und Integration des SfE-Ansatzes in die jeweils relevanten Sektoren der Partnerländer, wie (Berufs)Bildung, gute Regierungsführung und Flucht/Migration stärkt diese und sichert langfristig die Verankerung von SfE. Dies bildet die Grundlage für breitenwirksame Verankerung und Verbreitung der von S4DA umgesetzten Maßnahmen.