Ausgangssituation
Geschlechtsspezifische Gewalt ist eine weitverbreitete Menschenrechtsverletzung, die sich während der Covid-19-Pandemie weiter deutlich verschärft hat. Im internationalen Vergleich kommt es im südlichen Afrika besonders häufig zu geschlechtsspezifischer Gewalt.
Vor allem Gewalt in Partnerschaften findet in der Gesellschaft häufig Akzeptanz. Die Ursachen hierfür liegen bei allen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt in schädlichen sozialen Normen und Praktiken. Bis zu zwei Drittel aller Frauen in den Ländern des südlichen Afrikas geben an, körperliche oder emotionale Gewalt erlebt zu haben. Dabei ist die von einem Mann ausgehende Partnerschaftsgewalt die häufigste Form. Institutionelle und individuelle Kapazitäten, um innovative und kontextbezogene Präventionsmaßnahmen zu geschlechtsspezifischer Gewalt umzusetzen und zu koordinieren, müssen weiter gestärkt werden. Zudem ist der regionale Austausch zwischen Akteur*innen bisher unzureichend, um die Verbreitung und das Upscaling bewährter Ansätze zur Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt voranzutreiben.
Ziel
Regional, national und sub-national aktive Akteur*innen setzen gemeinsam sektorübergreifende und auf Forschung sowie Umsetzungserfahrung basierende Leuchtturmprojekte zur Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt in Gemeinschaften des südlichen Afrikas um.