2022.2235.4

Bund und Länder kooperieren in der Entwicklungszusammenarbeit

Bund-Länder-Programm III (BLP III)
Auftraggeber
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit u. Entwicklung
Dauer
Partner
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Kontakt

Dieter Anders

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Mikrofone auf einem Tisch mit verschiedenen Staatsflaggen.
Mehrere Personen besichtigen ein hybrides Solar-Wind-Energie Mini-Grid System in Upper Blinkwater, Südafrika.

Ausgangssituation

Die deutschen Länder arbeiten traditionell eigenständig in der internationalen Zusammenarbeit. Vor dem Hintergrund der Agenda 2030 beteiligen sie sich an der Lösung globaler Herausforderungen in internationalen Partnerschaften mit Akteur*innen aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Die deutschen Länder haben in vielen Bereichen besondere Kompetenzen und Erfahrungen, aufgrund derer sie Partnerländer zu Reformen und nachhaltiger Entwicklung unterstützen können. Diese Fähigkeiten sind auch ein wichtiger Baustein, um weltweite Ziele des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu erreichen und internationale Partnerschaften zu festigen.

Um das Fachwissen der Länder für die Entwicklungszusammenarbeit des Bundes zu nutzen, wurde das Bund-Länder-Programm (BLP) initiiert.

Ziel

Kooperationsländer profitieren von einer engen und gut abgestimmten Zusammenarbeit von Bund und deutschen Ländern in der Entwicklungszusammenarbeit.

Der Einsatz digitaler Informationssysteme für eine nachhaltige und klimawandelangepasste Landwirtschaft in Ruanda wird auf Versuchsfeldern angewandt und ausgewertet.

Vorgehensweise

Das Programm fördert und koordiniert die Abstimmung zwischen Bund und Ländern und setzt gemeinsame Projekte des BMZ und der deutschen Länder mit deren Fachpartnern um. Dabei verknüpft das Programm die Entwicklungszusammenarbeit der deutschen Länder mit Programmen der Technischen Zusammenarbeit des Bundes. Ein besonderer Fokus liegt auf der Gleichstellung der Geschlechter. Außerdem wurde ein Sonderaufruf für Projekte mit der Ukraine initiiert, für den das Programm zusätzliche Mittel vom BMZ erhalten hat.

Zielgruppe ist die Bevölkerung in einzelnen Regionen der jeweiligen Kooperationsländer. Oft sind dies lokale Bevölkerungsgruppen, besonders politisch, wirtschaftlich und soziokulturell benachteiligte Personengruppen wie Frauen, Mädchen, Jugendliche oder Minderheiten.

Die am Bund-Länder-Programm beteiligten deutschen Länder beteiligen sich finanziell an den Projekten oder stellen Personal, Räume, Stipendien oder Fortbildungsplätze bereit.

Ergänzend bietet das Programm Trainings zu entwicklungspolitischen Umsetzungskompetenzen für die Beteiligten aus den deutschen Ländern und fördert Vernetzung und Wissensaustausch. Mit agilen Methoden erarbeiten die Beteiligten dort innovative Lösungsansätze für Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit.

Vertreter*innen des „Urban Mobility Berlin and India“ – Projekts bei einer Podiumsdiskussion auf dem AsiaBerlin Summit in Berlin 2022.

Stand: September 2023

Factsheet: Kooperation von Bund und Ländern für nachhaltige Entwicklung
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5,01 MB
Factsheet: Sustainable development partnership between the German Government and federal states
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5,21 MB
Broschüre: Bund-Länder-Programm - Gemeinsam für nachhaltige Entwicklung
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22,83 MB
Broschüre: German Government and Federal States Programme - Jointly for sustainable development
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23,67 MB
Broschüre: Leave no one behind: Überblick über in die erfolgreiche Kooperation Schleswig-Holsteins mit Serbien, Nord-Mazedonien, Bosnien und Herzegowina, Albanien und Kosovo und die Projektmaßnahmen zum Thema „Minderheiten im Westbalkan“
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Broschüre: Vier Jahre Bund-Länder-Pilotprogramm
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8,72 MB
Broschüre: The Upper Blinkwater Minigrid (englisch)
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3,5 MB
Relevante nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs):
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